|

Die Wichtigkeit von Routinen

Kennst du das Gefühl, wenn der Tag einfach zu voll ist, um noch an etwas Neuem dranzubleiben? Mir geht es gerade genau so. Und ich glaube, die Lösung liegt in einer Sache: Routinen.

Seit bald zwei Wochen pausiere ich bereits mein Mandarin lernen. Das liegt daran, dass ich zurzeit ganz viel anderes zu tun habe und keine Energie mehr übrig bleibt, mich der Sprache zu widmen. Aber mehr als das liegt es daran, dass sich noch keine Routine eingespielt hat.

Auch als ich Koreanisch lernte, gab es immer wieder Phasen, in denen ich meine Vokabellisten unbeachtet liess. Aber es gab auch Zeiten, in denen ich eigentlich tausend Dinge zu tun hatte und mich trotzdem an meine Lernroutinen hielt. Und in den Phasen, in denen ich nicht aktiv lernte, konsumierte ich doch immerhin fast täglich etwas Koreanisches.

Ich stelle dieses Mal also fest, dass ich erst noch in diese Gewohnheit finden muss. Da meine Faszination für chinesisches Entertainment nicht gleich gross ist wie damals für koreanische Serien und Musik, muss ich aktiver daran arbeiten, täglich etwas zu konsumieren. Ich war auch noch nie in China und habe keine persönliche Beziehung zum Land, was das Ganze zusätzlich erschwert.

Also muss ich in erster Linie genaue Routinen in meinen Tagesablauf einplanen, denen ich folgen kann. Laut verschiedenen Quellen, wie z.B. «Atomic Habits» von James Clear, funktionieren neue Gewohnheiten am besten, wenn sie in bereits existierende Routinen integriert werden. Dies habe ich bereits einige Male ausprobiert, und es hat sich tatsächlich bewährt.

Persönlich funktionieren solche Routinen am besten gleich nach dem Aufstehen oder vor dem Ins-Bett-Gehen. Da das Fenster am Morgen aber nicht lang genug ist, um dem Chinesischlernen Platz zu geben, muss ich diese neue Gewohnheit also am Abend einplanen.

Zudem helfen auch Belohnungen: Wenn ich meine Vokabeln gelernt habe, darf ich eine Folge von einer Serie schauen. Oder sichtbare Bestätigungen: Habe ich meine Vokabeln gelernt, darf ich auf meinem Kalender ein Kreuz machen. Früher hatte ich mir dafür glitzernde Sternensticker gekauft, die ich immer über das Datum klebte.

Dafür brauche ich eine genaue Zielsetzung. Wie viele Vokabeln lerne ich am Tag? Wie viel Grammatik? Ist das einmal festgelegt, halte ich mich an die Vorgaben und kann die Aufgaben nach und nach abhaken. Auch das hatte bisher immer sehr gut funktioniert.

Was hat mir bisher also geholfen und könnte auch dir nützen? Wenn du dich gerade in einer ähnlichen Phase befindest, versuche dir zuerst klare Aufgaben vorzunehmen. Zum Beispiel jeden Tag zehn neue Vokabeln lernen und einen Song aktiv hören. In einem zweiten Schritt plane diese Aufgaben als Gewohnheiten in deine bestehende Routine ein. Und belohne dich immer, wenn du dich erfolgreich an den Plan gehalten hast.

Similar Posts

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert